Im Juni 2020 bat die PFAS Task Force der EPA Bioforcetech, in einer von Dritten verifizierten Studie zu prüfen, ob die Pyrolysetechnologie PFAS aus Klärschlamm entfernen kann. Die Untersuchung ging deutlich über die des Vorjahres hinaus: Sie erfasste, wie gut das Verfahren PFAS aus dem Klärschlamm entfernt und ob die Verbindungen in der Biokohle, im Wäscherwasser (das die Gase reinigt) oder in der Abluft am Kamin der Einheit landen. Die Messungen fanden an der großtechnischen Pyrolyseanlage von BFT bei Silicon Valley Clean Water (SVCW) in Redwood City, Kalifornien, statt – derselben Anlage wie 2019.
Proben wurden entnommen vom feuchten Klärschlamm vor der BFT-Biotrocknung, vom getrockneten Klärschlamm, von der Biokohle, vom Wäscherwasser, vom Leitungswasser am Standort (um bereits im Speisewasser des Wäschers enthaltene PFAS zu berücksichtigen) und am Abluftkamin. Zwei unabhängige Labore analysierten die Proben und berechneten anschließend die Entfernungsrate (Removal Efficiency, RE) – ein Maß dafür, wie viel PFAS dem Klärschlamm im Prozess entzogen wurde. Lagen die PFAS-Werte in der Biokohle unterhalb der Messbarkeit, setzten die Fachleute ersatzweise die kleinste nachweisbare Menge an. Daraus ergaben sich „größer als“-Werte für die Entfernungsrate.
Der getrocknete Klärschlamm enthielt 21 PFAS-Verbindungen. In der Biokohle fanden sich dagegen nur Spuren von zwei PFAS (PFOS und PFBA). Insgesamt wurden mehr als 97,4 % der PFAS entfernt. Das Wäscherwasser enthielt dieselben Verbindungen wie das Leitungswasser am Standort – ein Hinweis darauf, dass die Pyrolyse des Klärschlamms dem Wasser keine PFAS hinzufügte.
Die EPA-Studie untersuchte außerdem die Gase, die das Pyrolysesystem nach Wäsche und Abgasreinigung abgab, wie sie BFT an dieser Einheit einsetzte. Da es vor dieser Studie kein Standardverfahren für PFAS in Pyrolyseabgasen gab, setzte die EPA zwei Messmethoden ein: ein kontinuierliches Verfahren und ein Kanisterverfahren. Beide wiesen keine PFAS im Abgas nach, und das kontinuierliche Verfahren legte den Grundstein für ein heute landesweit bei thermischen Prozessen eingesetztes, EPA-anerkanntes Messverfahren.
Die EPA veröffentlichte die Ergebnisse dieser Studie 2022 in einem begutachteten Fachartikel.